VEHL1-Saisonfinale: Starker Endspurt der Chiefs bleibt unbelohnt
Die Lindenberg Chiefs haben ihre erste Saison in der VEHL1 mit einem Sieg und einer knappen Niederlage beendet – und die Playoffs denkbar knapp verpasst.
Pflichtsieg gegen Hohenems hält die Hoffnung am Leben
Am Freitagabend, 6. Februar, mussten die Chiefs zuhause gegen den SC Hohenems unbedingt punkten, um die Chance auf die Playoffs zu wahren. In einer späten Partie (20:45 Uhr) zeigte die Mannschaft eine konzentrierte und reife Leistung und gewann verdient mit 4:0.
Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Julian Grützmann die Chiefs in der 31. Minute in Führung. Im Schlussdrittel legte Lindenberg nach: Nico Rampp erhöhte in der 46. Minute, ehe Julian Grützmann mit seinem zweiten Treffer (51.) auf 3:0 stellte. Den Schlusspunkt setzte Philipp Zeiske in der 55. Minute zum 4:0-Endstand.
Mit diesem Erfolg war klar: Am letzten Spieltag würde mindestens ein Punkt für den Einzug in die Playoffs reichen.
Heimspiel-Drama gegen Rheintal Future
Einen Abend später, am Samstag, 7. Februar, empfingen die Chiefs bei besten Bedingungen und vor rund 200 Zuschauern die bereits für die Playoffs qualifizierte Mannschaft von EC Rheintal Future. Die Gäste reisten dennoch mit einem starken Lineup an und zeigten von Beginn an ihre hohe Ausbildungsqualität.
Rheintal erwischte den besseren Start und ging bereits in der 3. Minute durch einen abgefälschten Schuss von der blauen Linie mit 1:0 in Führung. Die Chiefs fanden im ersten Drittel nur schwer in ihr Spiel, konnten sich aber defensiv stabilisieren und weitere Gegentreffer verhindern.
Im zweiten Drittel übernahm Lindenberg zunehmend die Kontrolle und erspielte sich beste Chancen – darunter mehrere Alleingänge und ein Zwei-auf-Null, die ungenutzt blieben. In der 28. Minute belohnte sich das Team schließlich: Julian Grützmann erzielte den verdienten 1:1-Ausgleich.
Gerade in einer starken Phase der Chiefs fiel jedoch ein unglückliches Gegentor nach einem Gestocher vor dem eigenen Tor zum 1:2. Direkt nach dem Wiederanpfiff legte Rheintal mit einem schnellen Doppelschlag zum 1:3 nach – ein harter Rückschlag, der den Rhythmus der Chiefs spürbar brach.
Großes Comeback bleibt aus
Im dritten Drittel warf Lindenberg noch einmal alles nach vorne. Nach einem Kniecheck eines Rheintaler Spielers erhielten die Chiefs eine fünfminütige Überzahl – und nutzten sie eiskalt: Michael Wellenberger verkürzte nach nur 22 Sekunden auf 2:3.
Mit über 17 Minuten auf der Uhr drängten die Chiefs auf den Ausgleich, spielten eines ihrer stärksten Drittel der Saison, doch Rheintal verteidigte diszipliniert und setzte immer wieder Nadelstiche.
Drei Minuten vor Schluss nahm Lindenberg eine Auszeit und zog den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers. Das Risiko zahlte sich jedoch nicht mehr aus: In der 59. Minute fiel per Empty-Net-Tor das 2:4, das zugleich die Entscheidung bedeutete.
Ein Punkt fehlt – dennoch eine starke Saison
Da im Parallelspiel die Walter Buaba mit 5:1 gegen die Eistiger Dornbirn gewannen, fehlte den Chiefs am Ende genau ein Punkt für die Playoff-Teilnahme. Entsprechend groß war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff.
Trotzdem bleibt ein positives Fazit: Die Chiefs spielten eine starke erste Saison in der VEHL1, zeigten Moral, Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit – trotz Verletzungspech und hoher Belastung. Gekrönt wurde die Spielzeit zusätzlich durch den WAEL-Meistertitel am Eisplatz Lindenberg.
Der Blick geht nach vorne: Diese Saison hat gezeigt, dass mit den Lindenberg Chiefs auch in der VEHL1 zu rechnen ist. Der nächste Angriff kommt bestimmt.







